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WELTFINALE
Ein großartiges Comeback! Der Brasilianer Igor Fraga (IOF_RACING17) wird zum ersten Champion des Nations Cup gekürt!
Weltfinale der FIA Gran Turismo Championships 2018/Nations Cup
25.11.2018

Im Finalrennen der vierteiligen Rennserie traten die Fahrer in einem Markenrennen im Red Bull X2014 Standard gegeneinander an, einem Auto, das uns die Fähigkeiten des Fahrers wirklich offenbart.

Als das Rennen begann, startete der nach Punkten führende Tomoaki Yamanaka (yamado_racing38) aus Japan von der Pole Position aus.

Auf der anderen Seite startete der Brasilianer Igor Fraga (IOF_RACING17), der nach dem ersten Rennen Probleme hatte, in die vorderen Ränge vorzustoßen, vom 10. Startplatz.

Die Führenden begannen die erste Runde mit weichen Reifen.

Auf der Mulsanne-Geraden verlor Yamanaka (yamado_racing38) seine Führung, als der Australier Cody Nikola Latkovski (Nik_Makozi) und der Deutsche Mikail Hizal (TRL_LIGHTNING) den Windschatten von Yamanaka perfekt ausnutzen konnten, um vorbeizuziehen.

Und als wäre das nicht schlimm genug für Yamanaka, überholte sein Landsmann Shogo Yoshida (gilles_honda_v12) ihn auch noch, als er in der zweiten Runde wegen einer Strafe für eine Abkürzung langsamer fahren musste, wodurch Yamanaka auf Position 4 zurückfiel.

In der Porsche-Kurve konnte Latkovski (Nik_Makozi) Hizal (TRL_LIGHTNING) überholen und sich an die Spitze setzen.

In Runde 3 legten die Führenden Hizal (TRL_LIGHTNING) und Yamanaka (yamado_racing38) einen Boxenstopp ein. Latkovski (Nik_Makozi) blieb auf der Strecke, fuhr dann aber in Runde 4 in die Box, wobei diese Overcut-Strategie letztlich keine Früchte trug. Als Latkovski (Nik_Makozi) aus der Box kam, konnte Hizal (TRL_LIGHTNING) sich schnell seinen Platz an der Spitze zurückholen.

In der Zwischenzeit konnte sich Fraga (IOF_RACING17) bis auf Position 4 vorarbeiten und wechselte von harten auf mittlere Reifen. Seine weichen Reifen hob er sich damit für den letzten Stint auf.

Während Yamanaka (yamado_racing38) in der Box einige Änderungen vornahm, tauchte Fraga (IOF_RACING17) plötzlich aus dem Nichts auf.

In der fünften Runde wurde Yamanaka (yamado_racing38) vom brasilianischen Duo niedergekämpft und fiel hinter Fraga (IOF_RACING17) und Adriano Carrazza (CRT-Didico15) auf Position 5 zurück.

Yamanaka (yamado_racing38) hatte einen verheerenden Unfall, der ihn noch mehr verzweifeln ließ. Nachdem er mit dem kanadischen Fahrer Jeffrey Gallan (FT_LLOYDZELITE) in Berührung kam, stürzte Yamanaka (yamado_racing38) auf den 11. Platz ab, was alle seine Hoffnungen auf den Titel zerplatzen ließ.

In der sechsten Runde legten die Top-3-Fahrer Hizal (TRL_LIGHTNING), Latkovski (Nik_Makozi) und Fraga (IOF_RACING17) nahezu gleichzeitig einen Boxenstopp ein. Aber von den Top-3 konnte nur noch Fraga (IOF_RACING17) die weichen Reifen auswählen.

Von diesem Punkt an war der Ausgang des Rennens geradezu vorgezeichnet.

In der achten Runde zog Fraga (IOF_RACING17) in der Dunlop-Kurve an Latkovski (Nik_Makozi) vorbei auf Position 2. Und es wurde deutlich, dass sich niemand dem brasilianischen Champion würde in den Weg stellen können, als er danach im Abschnitt Mulsanne den Führenden Hizal (TRL_LIGHTNING) überholte.

Am Ende stand Fraga (IOF_RACING17) ganz oben. Seine Beharrlichkeit, diesen Titel zu gewinnen, und seine fantastische Aufholjagd vom 10. Platz aus versetzten die Zuschauer in Ekstase.

Die Strategie, die viele Fahrer in den regionalen Finalrunden angewendet hatten, mit weniger Treibstoff für ein leichteres Fahrzeug zu sorgen und die weichen Reifen für den letzten Stint aufzuheben – all das passte hier für Fraga auf spektakuläre Art und Weise zusammen.

Hizal (TRL_LIGHTNING) und Latkovski (Nik_Makozi) mit ihren harten Reifen hatten da keine Chance mitzuhalten.

Nach einem langen und mühseligen Kampf überquerte Fraga (IOF_RACING17) als Erster die Ziellinie.

Nach einigen enttäuschenden Ergebnissen in den Rennen 2 und 3 sah sich Fraga vor dem Finalrennen der gigantischen Führung von Yamanaka (yamado_racing38) gegenüber und musste sie überwinden.

Aber obwohl er weit hinten von Position 10 startete, konnte er den Sieg unter Ausnutzung seiner Stärken auf den Geraden mit dem X2014 und durch den Einsatz einer anderen Reifenstrategie als die ganz vorn Platzierten einfahren.
Da es das Finalrennen war und die doppelte Punktzahl einbrachte, genügte ein Sieg in diesem Rennen, um Fraga (IOF_RACING17) in der Tabelle nach ganz oben zu katapultieren, was ihm die Krone als allererster „Nations Cup“-Champion einbrachte.

Hizal (TRL_LIGHTNING) beendete das Rennen auf dem zweiten Platz, was bedeutete, dass er insgesamt als bester Fahrer aus Europa Zweiter wurde.

Auf Platz 3 landete Latkovski (Nik_Makozi), was ihm als bester Fahrer der Asien/Ozeanien-Gruppe in der Gesamtwertung ebenfalls einen Platz in den Top-3 sicherte.

Yamanaka (yamado_racing38), der auf einer vielversprechenden Position ins letzte Rennen ging, musste sich am Ende leider mit einem zehnten Platz begnügen, wodurch er in der Gesamtwertung auf den vierten Platz zurückfiel.

„Letztlich war ich mit dem X2014 nicht so geübt wie die Top-3-Fahrer. Mein Ziel zu Beginn des Rennens war es, am Start möglichst nicht zurückzufallen. Ich hätte nie gedacht, dass ich so weit durchgereicht werden würde.“, meinte Yamanaka nach dem Rennen traurig.


„Nations Cup“-Finale – Ergebnis

(Gesamtsieg) Igor Fraga (IOF_RACING17) aus Brasilien

Ich hatte einen guten Start und ging als Erster aus Rennen 1 hervor.

Während die anderen um den zweiten Platz kämpften, konnte ich meine Führung vom Start weg bis ins Ziel halten.

Allerdings saß ich in Rennen 2 in einem Auto, das meine Reifen stark beanspruchte.

In der zweiten Hälfte des Rennens versuchte ich verzweifelt, Yamanaka abzuwehren, um meine Position zu verteidigen, aber am Ende konnte ich ihn nicht aufhalten.

Dieser Kampf führte dazu, dass ich ein paar Positionen zurückfiel und direkt vor der Ziellinie auf Platz 4 abrutschte.

Und in Rennen 3 verlor ich drastisch an Geschwindigkeit. Und weil meine Strategie nach hinten losging, landete ich am Ende auf Platz 10.

Aufgrund dieser Leistung ging ich von Startposition 10 ins Finalrennen. Und obendrein startete Yamanaka, der in der Punktewertung ganz oben stand, auch noch von der Pole Position.

Aber ich beschloss, weiterhin mein Bestes zu geben.

Vor dem Rennen hatte ich für mich entschieden, dass nicht mal ich es schaffen würde, mich bis auf den ersten Platz vorzuarbeiten, aber ich wollte in dem Rennen trotzdem alles geben.

Am Ende hat sich meine Reifenstrategie ausgezahlt und ich konnte das Rennen als Erster abschließen und den Nations Cup gewinnen. Ich bin absolut begeistert.

„Gib nicht auf, gib dein Bestes“ – dieser Gedanke hat mich zu diesem letzten Sieg getrieben und den Ausschlag für das bestmögliche Ergebnis gegeben.

Es ist eine absolute Ehre, hier in Monaco zu sein und ein neues Kapitel in der Geschichte von Gran Turismo zu schreiben.

Dieser Ort ist ein ganz besonderer, da hier schon viele der größten Fahrer aller Zeiten gefahren sind. Ayrton Senna, Alain Prost, Schumacher, Nelson Piquet, Niki Lauda.

Ich weiß nicht, ob ich es jemals in diese Liste der Legenden schaffen werde, aber ich bin glücklich, hier in Monaco zu sein und diesen E-Sport-Wettbewerb gewonnen zu haben.


– Für die Spieler zu Hause, die sich dieses Turnier anschauen und gerne dasselbe wie du erreichen würden, welchen Rat hast du für sie?

Mein Rat wäre: Trainiert unermüdlich und arbeitet an euren Fähigkeiten und an eurer mentalen Stärke.

Ihr seid vielleicht noch nicht die schnellsten Fahrer, aber man weiß nie, was einen am Horizont erwartet.

Ich weiß nicht, ob das allein schon reicht, aber wenn ihr die Sache Tag für Tag angeht, ist es gut möglich, dass ihr die nächsten Topfahrer sein werdet.

Verfeinert weiter eure Fähigkeiten und erkennt und überwindet eure Schwächen, das ist der Schlüssel.


– Bei dir ist es ja so, dass du auf realen und auf virtuellen Strecken Rennen fährst. Worin liegen deiner Meinung nach die Unterschiede?


Ich finde den Unterschied gar nicht so groß. Dinge, die ich in Rennen auf realen Strecken gelernt habe, haben mir auf virtuellen Strecken geholfen, und die Dinge, die ich in virtuellen Rennen gelernt habe, haben definitiv mein Fahren auf realen Strecken beeinflusst.

Eine weitere Sache bei virtuellen Rennen ist, dass – wie im realen Motorsport – die körperliche Verfassung eine große Rolle spielt: Darauf zu achten, dass man vor einem Rennen genug schläft, vorsichtig zu sein mit dem, was man am großen Tag isst, direkt vor dem Rennen nicht zu viel zu essen, einen leichten Happen zu sich zu nehmen, wenn man Hunger hat, und den Kopf freizukriegen. Ich denke, sich um diese Dinge zu kümmern und das Rennen in bester Verfassung anzugehen, ist wirklich wichtig.

– Wie wird dein weiterer Weg als frisch gebackener Champion aussehen?

Im Moment bin ich auch noch Rennfahrer in der realen Welt, daher weiß ich noch nicht, ob ich weiterhin in der Welt des E-Sports werde antreten können.

Ich möchte das Meiste aus meinen Erfahrungen hier herausholen und alles, was ich gelernt habe, mitnehmen und in einer realen Motorsport-Rennserie antreten.

Allerdings wird der E-Sport im Moment immer größer. Es ist nicht abzusehen, wie er in ein paar Jahren aussehen wird.

Ich weiß noch nicht genau, ob ich nächstes Jahr werde antreten können, aber ich bin mir sicher, dass ich mit Gran Turismo noch eine ganze Weile viel Spaß haben werde.

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